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12 Kuriositäten des Commerzbank Tower

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

12 Kuriositäten des Commerzbank Tower

Das einst höchste Gebäude Europas ist ein Wahrzeichen Frankfurts geblieben.

Wie ein gigantischer Leuchtturm, der Tag und Nacht über Mainhattan leuchtet, gibt es nur eine Handvoll Orte in der Stadt, von denen aus es nicht zu sehen ist. Doch so allgegenwärtig er auch ist, in und um ihn herum sind viele Kuriositäten versteckt.

Kein Ort für Abergläubige

Entworfen vom weltweit berühmten Architekten Norman Foster, der Commerzbank Tower war sein 13. großes Projekt in einer Karriere, dank der mehr als hundert Gebäude entstanden sind. Zum Glück hat in diesem Fall die Zahl keinen Anlass zu Aberglauben gegeben.

Ein (relativ) billiges Projekt

1994 begonnen, erreichten die Baukosten rund 600 Millionen D-Mark – etwa 426 Millionen Euro. Im Vergleich dazu war das New Yorker Empire State Building teurer: 41 Millionen Dollar oder 464 Mio. €. Und der Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt, spielt in einer eigenen Liga: 1,2 Milliarden Euro betrugen seine Baukosten. Dafür ist es auch über 500 m höher.

Aufgestanden mit dem rechten Bein

Zur Abstützung der Konstruktion wurden mehrere Verankerungen von je 1,8 m Dicke verwendet. Die Reichweite beträgt bis zu 48,5 m Tiefe. Youtuber Rick Rieck erklärt im folgenden Video den Prozess und die Herausforderungen beim Bau von Fundamenten auf dem Frankfurter Boden.

 Gut dicht gemacht

Es gibt nie genug, wenn man ein solches Hochhaus vor den rauen Witterungen schützen muss. Das erklärt, warum mehr als 4 Schichten und verschiedene Arten von Schweißnähten verwendet wurden, um das Dach zu isolieren.

Der „grüne“ Wolkenkratzer

Norman Foster bezeichnete ihn als den „ersten grünen Wolkenkratzer“ und er hatte gute Gründe dafür. Unter anderem die natürliche Lüftung, die dank der doppelten Außenfassade 9 Monate im Jahr funktioniert.

Dazu kommen noch die berühmten Gärten: Sie hängen spiralförmig im Inneren des Hochhauses, gleichmäßig verteilt auf jeder seiner drei Seiten. Außerdem hat jeder Garten eine andere Vegetation, je nach seiner Ausrichtung: nordamerikanisch nach Westen, mediterran nach Süden und asiatisch nach Osten.

© Wikimedia Commons

Größte Kaleidoskop Europas?

Und da wir gerade von der inneren Gestaltung sprechen: Auch wenn die Besuche auf die Lobby beschränkt sind, lohnt es sich, für 5 Minuten einzutreten und einen Blick nach oben zu werfen. Das 43 Stockwerke hohe Atrium mit seinen gläsernen Zwischendecken ist ein anschauliches Bild eines gigantischen Kaleidoskops. Stellen Sie sich nur vor, wie es aussehen muss, wenn die Sonne ihren Höhepunkt erreicht.

Effektives Transportsystem

Um sich in einem Wolkenkratzer fortzubewegen, ist man besser nicht auf das Treppenhaus angewiesen und natürlich ist der Tower in dieser Hinsicht gut ausgestattet – 16 Aufzüge mit einer Tragfähigkeit von jeweils bis zu 1600 kg und einer Geschwindigkeit von bis zu 6 m/s (21 km/h). Das mag nicht sehr schnell scheinen, aber Ihr werdet Christian Coleman nie seine rekordverdächtigen 44 km/h erreichen sehen, während er die Treppe mit einer Tonne Last heraufsteigt.

© Wikimedia Commons

 

Wunder der Technik … Oder auch nicht

Einfache Wartungsaufgaben des Gebäudes sind computergesteuert: Positionierung der Fenster, Steuerung der Zu- und Abluft, Ein- und Ausschalten der Heizung usw.

Um eine unnötige Benutzung der Aufzüge zu vermeiden, wurde ein automatisches Transportsystem – mit Schienen und allem drum und dran – installiert. Allerdings vermuten wir, dass mittlerweile E-Mails und Instant-Message-Apps mit hoher Verschlüsselung es obsolet gemacht haben.

Ein eigenständiger Frankfurter Stadtteil

Das Hochhaus hat eine Kapazität für über 2800 Arbeitsplätze. Das sind nur 700 hundert Menschen weniger als Einwohner im Bahnhofsviertel und 1000 weniger als in Berkersheim.

Immobilien-Investition

Im Jahr 2016 kaufte Samsung Life Insurance – offensichtlich mit dem Handyhersteller verbunden – das Gebäude für rund 600 Mio. €. Das toppt die Baukosten um über 194 Mio. € (inflationsbereinigt).