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7 weihnachtliche Fakten, die ihr vielleicht noch nicht wusstet

Max Hailer Max Hailer - Redakteur

7 weihnachtliche Fakten, die ihr vielleicht noch nicht wusstet

Diese 7 Kuriositäten über Weihnachten sind vielleicht nicht überlebenswichtig, aber sie sorgen für interessanten Gesprächsstoff.

Wusstet ihr, dass in Katalonien (Nordostspanien) die Kinder am 25. Dezember mit einem Stock auf einen Baumstamm mit bemaltem Gesicht schlagen, der ihnen dann Geschenke bringt? Weihnachten mag ein bekanntes Fest mit einer jahrtausendealten Tradition in unserem Land sein, aber das bedeutet nicht, dass es nicht viele kuriose und geheime Fakten rund um dieses Fest gibt – wie die Katalanen beweisen. Egal, ob ihr in der Familie, mit Freunden, allein oder gar nicht feiern, diese 7 Fakten könnten euch interessieren.

1. Ein scheinbar zufälliges Geburtsdatum

Jeder weiß, dass Weihnachten das Fest der Geburt Christi ist. Das Problem ist aber, dass niemand wirklich weiß, wann Christus genau geboren wurde. Die Geburtsszenen werden in der Bibel, im Matthäus- und im Lukasevangelium aufgezeichnet, wo kein Datum angegeben ist. Im frühen vierten Jahrhundert legte die Kirche den 25. Dezember als Festtag fest, der mit der Wintersonnenwende im römischen Kalender übereinstimmt. Zufälligerweise – oder auch nicht – feierten die Römer an diesem Tag das Fest zu Ehren ihres Sonnengottes. Noch verwirrender ist, dass ein Teil der christlichen Ostkirchen Weihnachten am 25. Dezember des älteren julianischen Kalenders feiert, der derzeit dem 7. Januar im gregorianischen Kalender entspricht.

2. Weihnachtsverbot

In den Hunderten von Jahren, in denen Weihnachten gefeiert wird, ist es mehrmals verboten worden – meist aus politischen Gründen. Aber, so überraschend es klingt, es wurde auch schon gestrichen, weil die Leute ein bisschen zu viel gefeiert haben. Im 17. Jahrhundert war der 25. Dezember ein Tag, an dem üppige Abendessen, aufwendige Maskenballs, Glücksspiele und Festumzüge stattfanden – ein Tag des Genusses in einer ansonsten sehr strengen Gesellschaft. Das ging so weit, dass die Puritaner diesen Tag mit Trunkenheit und anderem Fehlverhalten in Verbindung brachten und ihn in England und im kolonialen Amerika für mehrere Jahrzehnte verboten.

Ein Puritaner tadelt Kinder, die in der Weihnachtszeit Stechpalmen pflücken. Bild: Hulton Archive / history.com

3. Weihnachtsmarkt – eine germanische Tradition

Weihnachtsmärkte haben ihren Ursprung in den deutschsprachigen Ländern. Der Dresdner Striezelmarkt gilt als der erste echte solche Markt, der 1434 zum ersten Mal abgehalten wurde. Heutzutage zieht er jedes Jahr etwa zwei Millionen Menschen an – noch vor Corona. Die beiden größten Weihnachtsmärkte finden jedoch in Dortmund mit mehr als dreieinhalb Millionen Besuchern an 300 Ständen und in und in Köln mit 4 Millionen Menschen statt. Auf jeden Fall hat es Hunderte von Jahren gedauert, diese Tradition in nicht-deutschsprachige Länder zu exportieren. Der erste Weihnachtsmarkt, den wir kennen, ist der von Barcelona, die Fira de Santa Llúcia. Er findet auf dem Platz der Kathedrale von Barcelona statt und wird seit 1786 jedes Jahr ab dem 13. Dezember abgehalten.

4. So viele Varianten von Adventskränzen wie Christen

Darstellung des Wichernkranzes. Bild: Wikimedia Commons

Dieser Weihnachtswahrzeichen wurde 1839 von Johann Wichern kreiert. Es bestand aus einem von der Decke hängenden Wagenrad mit 4 großen weißen und 20 kleinen roten Kerzen – die großen entsprachen den Adventssonntagen, die kleinen den Werktagen. Mit der Zeit wurde er mit dem Tannengrün geschmückt und auf 4 rote Kerzen vereinfacht.

In den katholischen Regionen Deutschlands und Irlands sind die Kerzen jedoch violett, mit Ausnahme einer rosa farbigen, die am dritten Adventssonntag angezündet wird. Der „größter echter Adventskranz“ im österreichischen Mariazell trinkt aus beiden Traditionen: In seinem 12-Meter-Radius umfasst er 24 Kerzen, davon 20 weiße und 4 violette.

5. Glas-Gurken als Weihnachtsbaumschmuck

 

Die aus Glas hergestellte Weihnachtsgurke wird jedes Jahr halb verdeckt an den Weihnachtsbaum gehängt. Wer sie findet, bekommt ein zusätzliches Geschenk. Obwohl diese Tradition in Deutschland nicht besonders bekannt ist, scheint sie in den Vereinigten Staaten ein Klassiker zu sein.

Das Lustige ist, dass die Amerikaner sie als eine deutsche Sitte betrachten. Der Legende nach ist der Schöpfer der bayerische Auswanderer Hans Lauer im Jahre 1864. Seitdem wird die Gurke zu Weihnachten in ganz Nordamerika gehängt. Und vielleicht auch hier?

6. Willisauer Ringli – die echten Ringli

Foto: Petra Hasler

Es mag euch überraschen, aber Ihr müsst uns trotzdem glauben: Die echten Ringli schmecken nicht nach Paprika. Sie stammen aus Willisauer, eine Kleinstadt der Schweiz und sind ein wahrer Mythos in der Kultur unserer südlichen Nachbarn. Diese in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandenen Plätzchen mit Honig- und Zitronengeschmack werden an Heiligabend mit heißer Schokolade gegessen, bevor die Geschenke geöffnet werden. Und sie sind köstlich.

7. Mehr als nur ein Grund zum Feiern

Mosaik des Sonnengottes. Foto: Daniel González Acuña

Jeder weiß, dass an Weihnachten die Geburt Christi gefeiert wird. Was weniger Leute wissen, ist, dass die alten Römer zum gleichen Datum einen anderen Geburtstag feierten: den des Sol Invictus. Nach dem von Julius Cäsar geschaffenen Kalender werden ab dem 25. Dezember die Tage länger und Jahrzente nach der Schöpfung wurde er als Geburtsdatum des „unbesiegten Sonnengottes“ umgedeutet wurde. Trotz der Koinzidenz sind sich einige Historiker nicht sicher, ob die eine Festlichkeit direkt aus der anderen entstanden ist.

Sicher ist, dass der 25. Dezember auch an die Geburt eines der bedeutendsten Wissenschaftler der Geschichte erinnert. Der Name ist Isaac Newton, das Datum ist 1642. Der Autor der Beschreibung der universellen Gravitation und Verantwortlicher eines riesigen Sprungs nach vorne in der Wissenschaft sollte Grund genug auch für Nicht-Gläubige sein, diese Daten zu feiern.

Tags: weihnachten
Kultur